NLA: Wie zerronnen so gewonnen

Das NLA-Team präsentierte sich an der Doppelspielrunde dieses Wochenende mit zwei völlig unterschiedlichen Gesichtern. Nach einer unkonzentrierten und entsprechend mit 2:6 verlorenen Begegnung am Samstag zu Hause gegen Uzwil spielte unser Team am Sonntag auswärts gegen La-Chaux-de-Fonds wie ausgetauscht und gewann verdient mit 5:3.

Uzwil scheint dem Team Argovia überhaupt nicht zu liegen. Nach der heftigen Niederlage der zweiten Mannschaft am ersten Spieltag in der NLB-Saison erwischte es nun am Heimspiel am Samstag auch die NLA-Mannschaft: Unser Team verlor zum ersten Mal 2:6 seit ihrem Aufstieg in die NLA vor zwei Jahren. Irgendwie fehlte dem Team die Lockerheit und auch die Konzentration, mit dem es sonst die Spiele angegangen ist. So auch bereits im Startspiel, dem 1. Herrendoppel. Gleich sechs Satzbälle vergab man im 1. Satz und fand dann in der Folge nicht mehr zurück zum Spiel. Parallel, im 1. Herreneinzel, tat sich auch Pedro Martins schwerer als sonst und musste (für ihn sehr ungewohnt) eine Niederlage einstecken – gegen den stärksten derzeit in der Schweiz spielenden Spieler, der in Topform spielte, aber akzeptierbar. Das Damendoppel mit Lea Müller und Ronja Stern vergab ihr Match im Prinzip in der Anfangsphase, in der sie rasch hoch zurücklagen. Als sie dann in ihr Spiel fanden, konnten sie zwar Punkt für Punkt aufholen, aber es reichte nicht mehr. So stand es ungewohnt 0:3 gegen unser Team. Im Mixed sah es gut aus, man verlor zwar knapp den ersten Satz, führte aber deutlich im 2. Satz, als sich Nikita Khakimov durch einen unnötigen formalen Fehler völlig aus dem Konzept bringen liess, die Gegner in Folge 8 Punkte erzielten und die Hoffnungen des Teams auf eine Kehrtwende damit entschwanden. Parallel hatte Tobias Künzi im 3. Herreneinzel sich glücklicherweise nicht anstecken lassen und den ersten Sieg zum 1:4 für das Team errungen. Insbesondere in der ersten Phase des 1. Satzes zeigte er Spitzenbadminton und führte rasch deutlich – um es dann (für die Zuschauer?) doch noch spannend zu machen. Auch auf den zweiten Jungstar des Teams war dann verlass: Ronja Stern gewann souverän das Dameneinzel gegen die Nationalspielerin aus Uzwil. Kurz keimte dann noch Hoffnung auf, als Joel König den 1. Satz gegen Altmeister Bösiger im 2. Herreneinzel gewinnen konnte, im 2. und 3. Satz konnte letzterer aber das Spiel zu seinen Gunsten noch kehren und so für Uzwil den 5. Spielpunkt zum Sieg holen. Im abschliessenden 2. Herrendoppel – mit dem Wissen der Niederlage im Rücken – lief dann bei Tobias Künzi und Pedro Martins anfangs nichts zusammen und trotz einer Steigerung im 2. Satz mussten sie auch ihr Spiel zum 2:6 Endstand abgeben.

 La-Chaux-de-Fonds begrüsste uns am Sonntag mit garstigem Wetter und einer Überraschung in ihrer Aufstellung. Sie setzten auf die Herren und traten in den Herreneinzeln mit ihren beiden starken Ausländern an. In den beiden Eröffnungspartien, den beiden Herrendoppeln, spielten Nikita Khakimov mit Andrey Parakhodin und Tobias Künzi mit Pedro Martins wie ausgetauscht gegenüber dem Vortag. Insbesondere im 1. Herrendoppel zeigten unsere Herren ein sehr aggressives Angriffsspiel und wurden entsprechend belohnt. Andrey Parakhodin konnte so an seinem ersten Wochenende für das Team Argovia einen wichtigen Startsieg für das Team mit Nikita Khakimov einfahren. Davon liessen sich Tobias Künzi und Pedro Martins anstecken und schafften fast die Überraschung, indem sie als Einzelspezialisten nur knapp nach hartem Fight im 3. Satz ihr Doppel gegen zwei Doppelspezialisten verloren. Beide mussten im Anschluss direkt ihre Einzel bestreiten (gegen „frische“ Gegner), da parallel Lea Müller und Ronja Stern, im Gegensatz zum Vortrag, mit einem erfrischend erfolgreichen und aggressiven Spiel im Damendoppel kurzen Prozess machten. In den folgenden Herreneinzeln wurde Spitzenbadminton geboten, doch nur Pedro Martins hatte für die Argovianer zum Schluss die Nase vorne. Tobias Künzi musste sich knapp im 3. Satz geschlagen geben. Im anschliessenden Mixed zeigten Lea Müller und Nikita Khakimov eine solide Leistung und gewannen dieses verdient in drei Sätzen – der Spielverlauf war aber sehr ausgeglichen. Erneut nicht belohnt wurde Joel König, der wie am Vortag überraschend den 1. Satz im 2. Herreneinzel für sich entscheiden konnte, sich dann aber dennoch im 3. Satz knapp geschlagen geben musste. So lag es an Ronja Stern, im Dameneinzel die Begegnung insgesamt für das Team unter Dach und Fach zu bringen, was ihr locker in zwei Sätzen gelang.

Mit 7 Punkten aus drei Begeg-nungen schaut das Team nun der nächsten Doppelspielrunde am 11./12. November entgegen (auswärts gegen St-Gallen-Appenzell und Union Tafers-Fribourg).

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