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Malaysier löst Begeisterungsstürme aus

Interclub: 5. Runde Nationalliga A
Hafiz Shaharudin führt das Badminton Team Argovia zum 3:5 gegen Uni Basel

Gegen den mehrfachen Schweizermeister aus Basel schafften die Aargauer am Sonntag zwar wieder keinen Sieg, aber im Kampf um den Ligaerhalt zählt jeder Punkt.

Selten löste ein Badmintonspiel im Aargau solche Begeisterungsstürme aus, wie das Einzel zwischen dem Malaysier Hafiz Shaharudin in Argovia-Diensten und dem Kanadier Andrew Dabeka für Basel spielend. Das Aufeinandertreffen des flinken und sprungkräftigen Asiaten und dem Powerspieler aus Nordamerika wurde mit Spannung herbeigesehnt und blieb dann auch nichts schuldig. Von Beginn weg zeigten die beiden Badminton für das Lehrbuch. In unglaublichen Ballwechseln holten sie sich jeweils ganz nach vorne ans Netz um den Gegner mit dem nächsten Ball wieder in die entfernteste Ecke zu schicken. In der Startphase unterliefen Shaharudin einige kleine Fehler und er geriet mit 2:6 in Rückstand. Davon liess er sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Geduldig suchte er den Punkt jeweils erst dann, wenn er sich in bestmöglicher Ausgangslage wähnte. Mit seiner überragenden Schnelligkeit erreichte er jeden Ball, brachte Dabeka zur Verzweiflung und die fachkundigen Zuschauer zum Staunen. Dem Kanadier gelang praktisch kein direkter Punkt mehr und er musste an seinem Geburtstag den ersten Satz dem Argovia Spieler überlassen.

Kein Geburtstagsglück
Im zweiten Durchgang befanden sich die Spieler
nun auf Augenhöhe und die Ballwechsel enthielten alles was sich ein Badmintonfan wünschen kann. Täuschungen, hervorragendes Netzspiel und erstklassig platzierte Smashes. Mit einem solchen Smash und anschliessendem „Töten“ am Netz konnte Shaharudin das Spiel mit 22:20 zu seinen Gunsten beenden. Verdient liess er sich danach vom tobenden Publikum feiern. Mit diesem Sieg glichen die Argovianer im Gesamtscore zum 3:3 aus. Die anderen zwei Spielgewinne konnten sich die Jungen Simon Schmidli und Reto Wettstein gutschreiben lassen.

Schmidli liess seinem ungewohnt fehlerhaften Gegner im Einzel keine Chance. Mit der Enttäuschung des verlorenen Doppels im Bauch, zeigte sich Schmidli auch hoch in Führung liegend konzentriert und liess bei seinem 21:9, 21:5 Sieg nichts anbrennen. An Shaharudin’s Seite spielte Wettstein in einem hochstehenden Doppel in den wichtigen Momenten fehlerlos und taktisch klug. Vor dem abschliessenden Mixed spielte Wettstein noch sein Einzel, diesmal ohne zu reüssieren. Mit dieser Niederlage war die Spannung etwas draussen, da nun kein Argovia Sieg mehr möglich war. Zum Abschluss das Mixed, welches in Satz eins Fehler über Fehler produzierte und im zweiten Satz wie ausgewechselt, auf Topniveau spielte. Leider ging auch dieser Satz mit 19:21 verloren. (Vera Bagdasarjanz)

 

Team Argovia - SC Uni Basel 3 : 5

Herreneinzel: Shaharudin Hafiz - Dabeka Andrew 21:13, 22:20. Wettstein Reto - Arnold Phil 17:21, 14:21. Schmidli Simon - Schelble Gabriel 21:9, 21:6 Dameneinzel: Keller Susanne - Gruber Marion 15:21, 16:21. Herrendoppel: Shaharudin Hafiz/Wettstein Reto - Arnold Phil/Dabeka Andrew 21:11, 21:19. Schmidli Simon/Bircher Pascal - Enkerli Simon/Schelble Gabriel 19:21, 21:18, 13:21. Damendoppel: Keller Susanne/Stocker Janine - Gruber Marion/Herzig Sanya 7:21, 16:21. Mixeddoppel: Stocker Janine/Bircher Pascal - Herzig Sanya/Enkerli Simon 9:21, 19:21