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Schmidli rettet in Extremis

Interclub: 6. Runde Nationalliga A

Ein Punkt für die Argovia Badmintoner gegen den Tabellenführer St. Gallen-Appenzell

Als Simon Schmidli in den zweiten Satz seines Einzels startete sah es für das Heimteam nicht gerade toll aus. Die Argovia Spieler lagen mit 1:6 in Rückstand und die Last, den angestrebten Punkt doch noch zu erreichen, ruhte somit auf den Schultern von Simon Schmidli. Mit dem ersten Satz seines Einzels liess Schmidli die Argovia Anhänger wieder an einen Punkt glauben. Er gewann ihn mit dem knappen Ausgang von 21:19. Im zweiten Durchgang lag Schmidli erst im Rückstand. Er gab aber nicht auf und konnte gegen Satzende das Tempo noch einmal steigern und mit einigen schön herausgespielten Punkten sorgte doch noch für ein gutes Ende für die Aargauer Badmintoncracks.

Für den anderen so wichtigen Spielgewinn war wieder einmal Hafiz Shaharudin besorgt. Die Ostschweizer verzichteten darauf ihren Leader Agung Ruhanda im Einzel einzusetzten. So hatte Argovias Nummer eins, vor allem im ersten Satz, gegen den Deutschen Jens Roch leichtes Spiel. Er gewann ihn ohne das er an sein Limit gehen musste. Den zweiten Satz ging Shaharudin etwas zu locker an und die Netzkante war auch noch gegen ihn. Das baute seinen Gegner auf. Das gesteigerte Niveau konnte dieser jedoch nicht bis zum Schluss durchziehen. Beim Matchball sorgte Shaharudin für eine kleine Showeinlage als er den abschliessenden Punkt, nach einer Rettung auf allen vieren, noch für sich verbuchen konnte. Schon früher in der Partie gegen die momentanen Spitzenreiter des Schweizer Badminton lag der Punkt in Reichweite. Das bisher so erfolgreiche Herrendoppel mit Hafiz Shaharudin und Reto Wettstein hatte einen Satzball den sie nicht verwerten konnten und noch enger ging Wettsteins Einzel aus. Der Fislisbacher musste sich erst nach drei umstrittenen Sätzen und einem 19:21 in der Entscheidung geschlagen geben.

Trotz der deutlichen Niederlage zog Mannschaftskapitän Christian Schlittler eine positive Bilanz. „Mit diesem Punkt müssen wir zufrieden sein. Unsere direkten Konkurrenten um den Ligaerhalt gingen gegen die St. Galler schliesslich leer aus“. (Vera Bagdasarjanz)